made in lautern: Unsere erste :-)

Neulich war ich im Spielwarengeschäft, eigentlich um zu sehen ob es noch diese Plastikschlüssel für Babys gibt, weil unsere Mini so gern mit dem Schlüsselbund spielt. Fündig wurde ich nicht, aber ich bin nicht mit leeren Händen heim. Ich habe eine Schachtel „Häkel-Set, myboshi Baby“ in Rosa mitgenommen. Nicht zuletzt um endlich den Fragen wie „wie heißt ER denn?“, „ER hat aber schöne Augen“, „Ein großes KERLCHEN haben Sie da“, „ER lacht ja mit mir“…. ein Ende zu setzen.

Also zuhause Abends ans Werk. Es war meine erste Boshi und was muss ich euch sagen? Ich bin enttäuscht. Ich habe mich genau an die Anleitung gehalten die für einen Kopfumfang von 50 cm gedacht ist. Mini hat einen Kopfumfang von 47 cm. Und das hat ja mal gleich von vornherein nicht gepasst. Also wieder aufgezogen und anders gemacht bis die Mütze gepasst hat und Mini sah so süß damit aus.

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Also ab in die Waschmaschine mit dem fertigen Mützchen, pflegeleicht 30°C und hinter her lufttrocknen. Und…. passt nimmer! 😦

Nun hat Püppi eine Boshi 😉

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Aber, auch wenn ich jetzt mal von dem Set enttäuscht war, gefällt mir die Mütze an Mini so gut, dass ich Wollnachschub besorgt habe und demnächst einfach eine Größere mache. 

Mit der Baby-/Püppi-Boshi mach ich mit bei

kinderkamgo

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made in Lautern – weils so schön war

Habe ich gleich noch eine Zweite Fußballhose nach Klimperkleins Schnitt genäht. Den Stoff dazu habe ich bei „Der Stoffstand“ bestellt. Auch mit diesem Stoff hat es super geklappt und nun sind wir gerüstet für die WM und kommende Spiele der Nationalmannschaft. Denn bei beiden Hosen habe ich extra schon eine Nummer Größer gearbeitet und Bündchen angenäht, so dass die Hose möglichst lange passt.

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Auch mit dieser Hose mache ich bei „Kiddikramkinderkamgo  und auch bei Frau Lockes Fußballfieber-Linkparty Fuballfieber mit.

 

Gurtpolster für den Babybauch

Irgendwann war der Moment da, seit dem ich im Auto den Gurt unter dem Bauch entlangführen muss. Und das fühlte sich wirklich unangenehm an. Zu Beginn der Schwangerschaft habe ich irgendwo gelesen, dass der ADAC spezielle Gurtpolster empfiehlt. Speziell… meistens bedeutet diese Ausdrucksweise, dass ein Artikel dann auch extra teuer ist. Ich hatte noch Nesselstoff und von der Wattierung, die ich für den Schlafsack gekauft hatte, übrig, also war schnell klar, ich näh mir so ein Ding selbst.

Als Vorlage diente mir das Gurtpolster von SCHROTH, welches ich ohnehin schon am Gurt habe, weil ich gerade im Sommer den Gurt nicht so gern direkt am Hals habe. Bin da extrem empfindlich von der Haut her.

Das braucht ihr dazu.

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  • Jackenreißverschluss in gewünschter Länge –  ich habe mich für 50cm entschieden, Alternativ könnte man auch Druckknöpfe nehmen.
  • Stoffstreifen, etwas mehr als doppelte Gurtbreite. Die Länge sollte doppelt so lange wie der Reißverschluss plus zwei Zentimeter haben. Alternativ 2 Stoffstreifen in doppelter Gurtbreite und einfacher Reißverschlusslänge plus 1 Zentimeter. Wer lieber Druckknöpfe mag misst am Besten mit dem Maßband am Bauch entlang wie lang das Gurtpolster werden soll.
  • Wattierung zum Auspolstern.

Ganz so einfach wie es zunächst aussah war es dann doch nicht, aber nach 4 1/2 Stunden war das gute Stück dann doch fertig.

  1. Zunächst anzeichnen, 1-1,5cm Nahtzugabe nicht vergessen und zuschneiden.
  2. 2 Streifen der Wattierung in Gurtbreite zuschneiden.
  3. Zugeschnittenen Stoff einmal in der Mitte rechts auf rechts legen und so falten, dass er in einfacher Reißverschlusslänge (zzgl. 1cm) vor euch liegt.
  4. Reißverschluss einnähen.
  5. Mitte der Länge nach (so wie später um den Gurt gelegt wird) eine (Trenn)Naht machen, damit die Wattierung nicht verrutschen kann.
  6. Das genähte Stück umstülpen.
  7. Wattierung in je eine Öffnung einschieben (einfummeln trifft es eher 🙂 )
  8. Untere Öffnung zunähen und mit einem engen Zickzackstich (wer keine Overlock hat) versäubern.
  9. An den Gurt basteln – fertig!

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Nun kneift, spannt und zwickt nichts mehr. Ich kann es euch nur empfehlen auch so ein Gurtpolster zu kaufen oder zu nähen.

Made in Lautern – 10/2013 – Puppenhose

Nachdem ich nun zwei Puppenpullis gestrickt hatte, war es nun auch an der Zeit endlich eine passende Hose dazu anzufertigen. Dies ist diese Woche passiert. Weil immer noch etwas von dem Riesenknäuel übrig war, habe ich die Hose auch daraus gestrickt und nun ist mein Püppi fast komplett angezogen. Mütze und Söckchen fehlen noch.

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Das Ganze dient ja der Übung, da ich für unseren Nachwuchs auch ein paar Sachen stricken möchte und Püppi Kleidergröße 56 hat. Außerdem beschwert sie sich nicht, wenn es nicht hundertprozentig geklappt hat. 🙂 So wie dieses Mal auch wieder. Ehrlich, manchmal könnte ich fast verzweifeln, da fängt es richtig gut an und dann irgendwann geht es doch daneben.

Die Beinlänge ist unterschiedlich (weil unterschiedlich fest gestrickt) und der Hosenbund hat so gar nicht geklappt. Da stand in der Anleitung man soll beidseitig Maschen stilllegen und mit Umschlag wenden. Soweit klar. Doch dadurch habe ich auf einer Seite einen Faden mitgezogen, den ich umständlich nach innen wurschteln musste. Trotz befolgen der Anleitung die Maschen zusammen zustricken, damit es kein Lochmuster gibt, ist ein Lochmuster entstanden, und zwar auch auf der Seite auf der dieser Faden mitgezogen wurde. Als ob das nicht schon ärgerlich genug wäre, hat das Säumen des Hosenbundes auch nicht so funktioniert wie gewollt. Den Hosenbund habe ich laut Anleitung im Bündchenmuster 6cm gestrickt. Dann nach innen umgeschlagen und gesäumt. Kurz bevor der Saum komplett zugenäht war habe ich ein Gummiband durchgezogen und fertig zugenäht. Nun ist der Saum schief. Ich habe extra aufgepasst, dass immer die Maschen richtig übereinander lagen bevor ich zusammen genäht habe und dennoch ist es im Lauf der Runde schief geworden, sodass nun doch um zwei oder drei Maschen Versatz zu sehen ist. Das sind echte Mängel und ich bin froh, dass der Pulli diese Fehler verdeckt. Bei der Babyhose werde ich das anders machen, soviel steht fest. 

Was mich auch hier wieder ärgerte ist die Tatsache, dass man nicht wirklich aus dem eigenen Fundus Wolle verwenden kann, denn dann kann es passieren, dass das gute Stück am Ende nicht passt. Für mich als Anfängerin ist es nämlich fast nicht zu bewältigen Knäuelgewicht, Lauflänge und Stricknadelstärke auf die anzuschlagende, stillzulegende, abzukettende oder aufzunehmende Maschenmenge und zu strickende Reihenzahl umzulegen.

Also wenn jemand, der Ahnung hat von solchen Dingen, das hier liest und mir Tipps geben kann, wie ich solche Fehler vermeiden kann, soll er/sie sich bitte nicht zurück halten 🙂

Made in Lautern – 8/2013 – Handytasche

Weil mein bisheriges Handy ständig Softwarefehler hatte, beschloss mein Schatz es muss ein Neues her. Wie das derzeit eben so ist, werden diese Smartphones immer größer und darum passte die bisherige Handyhülle natürlich nicht. Also nutzte ich den Feiertag gestern um spontan und völlig planlos eine Handytasche zu nähen.

Naja, ganz so planlos ging ich dann doch nicht vor. Ich hatte diverse Stoffe und brauchte eigentlich nur noch ein Schnittmuster. Im Netz habe ich mich eine Weile umgesehen, habe aber dann doch ein schlichtes Design selbst entworfen, was ja nun bei einer Handytasche nicht so kompliziert ist. Allerdings, hätte ich mehr Erfahrung bei der Näherei, wäre mir vielleicht das eine oder andere eingefallen bevor ich mit der Nähmaschine den Stoff fest zusammen genäht hatte.

Als Stoff hatte ich das Hosenbein einer Stretchjeans auserwählt. Die Jeans verlor ihre Beine letzten Sommer und seither lagen die beiden Röhren im DIY-Schrank und warteten auf ihren Einsatz. Nun ist zumindest ein Teil endlich verarbeitet.

Zunächst habe ich den Stoff von den Nähten befreit und anschließend das Handy in doppelter Länge plus einer Zugabe (um die Höhe des Handys zu berücksichtigen)  von etwa 1 cm aufgezeichnet. Die Breite des Handys habe ich genau abgezeichnet, damit das Handy später auch gut sitzt. Ist ja ein Stretchstoff, der sich gut dehnt. Als Anfängerin habe ich mir eine Nahtzugabe von etwa 1 cm genehmigt.

Nach dem Ausschneiden von Links zusammenstecken um dann die Hülle rechts und links zusammen nähen zu können. Doch das war gar nicht so einfach wie man es vielleicht annehmen würde.

Der Stoff war so fest, dass ich ihn eben nicht zusammenstecken konnte ohne, dass sich die Stecknadeln verbogen. Da muss ich unbedingt nachbessern und stabilere besorgen. Und so stand ich vor dem ersten Problem. In Erinnerung an den wenig geliebten Handarbeitsunterricht während meiner Schulzeit fiel mir ein, dass man die Stoffe ja auch zusammenreiht was ich dann auch gemacht habe und schon ging es voran.

Meine Mutter kann schon eine ganze Weile nicht mehr an der Nähmaschine nähen, weshalb sie mir ihre Nähmaschine zusammen mit ihrer Nähbox als Dauerleihgabe überlassen hat.  Bei der Durchsicht war mir gestern aufgefallen, dass es keine Jeansnadel gab, also nahm ich auf anraten meiner Mutter die stärkste Nadel die noch da war, was in dem Fall eine 100er Nadel war. Rechte Seite zusammen nähen, linke Seite zusammen nähen und schon war die Handytasche so gut wie fertig. Dachte ich. Zum Abschluss wollte ich eigentlich ein Schrägband, welches ich hätte heute noch kaufen  müssen, an die offene Seite nähen, damit das Täschchen einen kleinen Akzent bekommt und ich das Umnähen oben gespart hätte. Dann aber steckte ich das Handy in die Tasche und stellte fest, auch mit Schrägband würde die Tasche nicht ganz verschlossen sein und das Handy könnte heraus rutschen. Ich brauchte also einen Plan B. Der kam mir auch recht schnell in den Sinn, doch die Umsetzung war, dank des bereits zusammengenähten Stücks gar nicht mal so einfach.

Ich hatte noch von dem roten Pünktchenstoff übrige, aus dem ich neulich die Mutterpasshülle genäht habe. Mit diesem Stoff hatte ich dann ein Rechteck genäht welches ich dann an den oberen Rand einmal innen, und einmal außen der Handytasche annähte. Wohlgemerkt von Hand, weil das mit der Nähmaschine nun nicht mehr ging, da ja der Jeansstoff bereits fest vernäht war. Dadurch, dass ich den Stoff innen und außen angenäht habe, habe ich mir das Umnähen des Jeansstoffes gespart. Das wollte ich eigentlich mit dem Schrägband erreichen, aber so ging es ja auch.

Nun hat das Handy viel Platz. Zum Verschließen der Tasche wollte ich einen Klettverschluss einnähen. Da ich nur welche zum Kleben habe, dachte ich, ich könnte die vielleicht mit wenigen Stichen fest machen. Doch das Plastik war so fest, das ich mit der Nadel nicht vernünftig durch kam. Auf der Packung der Klettverschlüsse stand allerdings auch, dass der Kleber an Stoff halten würde, also klebte ich den Klettverschluss an. Beim dritten öffnen des Verschlusses löste sich dann allerdings eine Seite des Klettverschlusses ab, weshalb ich die andere Seite auch weg machte und anschließend einen Druckknopf einsetzte.

Na, wie findet ihr meine Handytasche?