Mein neuer Begleiter

Darf ich vorstellen? Seit heute ist das mein neuer Begleiter. Da wir uns noch nicht lange kennen, hat er noch keinen Namen. Vielleicht gebe ich ihm auch keinen, denn gern habe ich ihn ja nicht bei mir. Aber was solls. Mindestens die nächsten 16 Wochen noch werde ich nicht mehr ohne ihn das Haus verlassen.

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Routinemäßig, da ich ja schon über 35 bin, wurde bei mir gestern ein „kleiner“ Glukosetoleranztest (zu deutsch Zuckertest) in der Frauenarztpraxis durchgeführt. Nachdem ich diese süße, sirupartige Flüssigkeit getrunken hatte (die ist im übrigen einfach nur süß, nicht eklig im Geschmack) durfte ich mit meinem Mann eine Stunde im Wartezimmer sitzen und darauf warten, dass mich jemand mal wieder mit einer Nadel stechen will um Blut abzuzapfen. Nach weiteren 15 Minuten kam Frau Höfer (die Ärztin) dann auf mich zu und sagte mir, dass der Wert zu hoch wäre und ich zum „großen“ Test noch mal kommen soll. Bekam ein Rezept für eine weitere Glukoselösung in die Hand gedrückt, welche ich noch in der Apotheke besorgen sollte und dann eben zum Test mitbringen soll.

Warum warten? Also bin ich gleich heute früh ohne Frühstück mit Lösung in der Tasche in die Praxis. Zunächst ein kurzer Pieks um den Blutzuckerwert nüchtern zu ermitteln: 89 also OK. Dann diese Lösung trinken und eine Stunde im Wartezimmer sitzen. Damit es mir nicht langweilig wird, habe ich mir Wolle und Stricknadeln mitgenommen und mal mit einem weiteren Babysöckchen angefangen. Schließlich erwarten wir ein „Herbstkind“ da braucht man einige Söckchen. Und mir wurde nicht langweilig während ich warten musste.

Nach der ersten Stunde gabs wieder einen Pieks in den Finger und der Wert lag bei 170 und somit auch noch im Normbereich. Das machte optimistisch. Eine weitere Stunde verbrachte ich mit Söckchenstricken bis ich dann zum dritten Mal den Finger zum Piecks ausstrecken musste. 177! Höher als vor einer Stunde? Die Arzthelferin und ich schauten uns an… hmmm. vielleicht verkehrt, Finger nicht sauber genug… noch mal testen 189. OK. Jetzt machte weiter probieren keinen Sinn mehr also wartete ich auf die Ärztin die mir kurz erklärte welche Auswirkungen eine Schwangerschaftsdiabetes haben kann und das es gut wäre, dass wir das so früh entdeckt hätten. Sie gab mir eine Überweisung zum Diabetologen und damit war ich dort dann auch fertig.

Es war kurz vor 11 Uhr also bin ich direkt in die Praxis von Dr. Mauruschat (Diabetologe) um mir einen Termin zu besorgen. Doch die Damen wiesen mich an zu warten. Dr. Mauruschat erklärte mir, dass ich mir mit diesen Werte noch keine großen Sorgen machen müsse und wir jetzt erst mal über ein paar Tage die Blutzuckerwerte und mein Essen protokollieren würden. Danach wird erst entschieden wie es weiter geht. Die Ernährungsberaterin der Praxis zeigte mir wie das Gerät funktioniert und wie ich denn die Messung selbst durchführe, gab mir ein Heftchen in das ich alles eintragen muss und vereinbarte einen Termin für nächste Woche Dienstag.

Auf dem Heimweg machte sich dann doch langsam bemerkbar, dass ich seit dem Vortag 19:30 nichts mehr gegessen hatte. Bis ich zu hause war, war mir ganz flau im Magen, die Hände zittrig und kalter Schweiß stand mir auf der Stirn. Jetzt musste unbedingt was essbares her… ah stopp vorher messen. 62. Eindeutig zu niedrig. Nach einem Vollkornbrötchen mit Schinken und Käse, einer halben Tomate, etwas Salatgurke, einem Radieschen und einem Joghurt ging es mir dann besser.

Eine Stunde später sollte ich ja dann die nächste Messung vornehmen, der Wert sollte bei 140 liegen, lag aber bei 171. So wartete ich also eine weitere Stunde und war dann bei 104. Alles ok.

Drei Dinge kann ich jetzt schon sagen.

  1. Das Testen mit dem Accu-Chek Gerät ist sehr einfach zu bedienen und auch relativ schmerzarm. Überwindung die Nadel auszulösen kostete es mich nur beim ersten Mal, also keine Angst vorm Pieks.
  2. An die ständigen Messungen muss man sich gewöhnen, die Erinnerungsfunktion des Gerätes ist daher sehr sinnvoll.
  3. Das Essen umzustellen wird wohl das schwerste werden… hielt ich meinen Speiseplan doch für weitestgehend gesund. 😦

Aber, ich darf ja darauf hoffen, dass es bei der Schwangerschaftsdiabetes bleibt und nach der Geburt von Mini wieder alles in Ordnung ist. Und für Mini nehme ich die Piekserei und das Essenumstellen auch gern auf mich.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

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4 Kommentare zu “Mein neuer Begleiter

    • Danke. 🙂 Ich drück Dir die Daumen, dass es Dich nicht trifft.
      Es ist aber schon gut, dass es so früh entdeckt wurde. Doof ist halt jetzt mal alles aufzuschreiben was ich esse und trinke (sofern kein Wasser).

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