Finaler Wettkampftag

Auch der zweite und damit letzte Wettkampftag begann mit dem Überbringen der Bilder vom Vortag. (Mehr Fotos als hier im Post findet ihr wie immer auf meinem flickr-Account) Wieder wurde kurz besprochen wer wo hin fährt um Fotos zu machen und wie bereits angekündigt wählte ich 13 Uhr Siegerehrung Judo im Heinrich-Heine-Gymnasium.

Zuvor hatte ich noch meine ganz persönliche Herausforderung zu bewältigen, nämlich „powerwarten“ in meiner Frauenarztpraxis. Doch ich war früher fertig als erwartet und so blieb mir sogar noch Zeit für einen kleinen Ohnmachtshappen zu hause bevor ich mich um viertel vor eins zur Schule um die Ecke aufmachte.

Auf der Homepage des Heinrich-Heine-Gymnasiums steht folgendes als „Untertitel“ zum Schulnamen: Eliteschule des Sports – Schule für Hochbegabtenförderung – internationale Schule – Gymnasium mit Sportklassen und Internat

Eliteschule des Sports? Hm, das wäre zu keinem Zeitpunkt die richtige Schule für mich gewesen. 🙂 Und gleich am Eingang wurde mir klar, dass die mit dem Sportthema dort echt ernst machen. Nachdem ich im Sekretariat eine relativ gute Beschreibung bekommen hatte wo denn die „Halle 1“ sei und den Zusatz „in 10 Minuten ist man dort“ verdaut hatte, machte ich mich auf den Weg. Treppen rauf, Treppen runter, links an einem Schulgebäude, ein Stückchen durch den „Wald“ und rechts am schuleigenen Tennisplatz vorbei…. bis ich dann irgendwann die vermeintliche Halle, nach Luft schnappend, gefunden hatte. Auf der letzten Treppe kamen mir zwei Volunteers mit den Worten „Tschüss“ entgegen, was mich doch etwas verunsicherte. An der Tür der Halle angekommen standen zwei der Kämpfer mit Medaillen um den Hals dort und warteten auf den Mann mit dem Autoschlüssel. Hmmm. Wieder bei Atem fragte ich vorsichtig einen Herren, der aus der Halle kam, ob ich denn hier richtig wäre und der sagte mir, „an sich schon, aber es ist alles vorbei.“ Ich blickte aufs Handy 12:59 Uhr. In einer Minute sollte es doch erst los gehen. Nein, versicherte mir der Organisator, sie seien seit 12 Uhr fertig mit der Preisverleihung und hätten jetzt nur noch aufgeräumt. OK, eine Stunde zuvor war ich noch in der Arztpraxis, hätte ich ohnehin nicht schaffen können. Schade, aber was soll’s.

Also den langen Weg zurück zum Auto und zum Sportpark Rote Teufel (oder auch Nachwuchs-Leistungszentrum (NLZ) )

Prima. Hier wurde mir gesagt, die Siegerehrung fände nicht um 14:30 Uhr sondern erst gegen 15:00 Uhr statt. Es war etwa 13:30 Uhr, so konnte ich also noch ein Spiel verfolgen.

Ein Spiel? Nein. Gleich zwei Spiele auf einem Platz. Im ersten Moment sah das für mich nach Aufwärmen aus, doch irgendwann konnte ich anhand der vielen kleinen Hütchen erkennen, dass der große Platz in zwei Kleine getrennt wurde. Der Mittelkreis des großen Feldes war die jeweilige Coachingzone, in der ich mich auch aufhalten konnte. So war es möglich von beiden Spielen ein paar Aufnahmen zu machen. Als Fußballfan ist es natürlich noch mal interessanter so nah beim Geschehen dabei sein zu können. Die Regeln dieser Spiele waren stark entschärft und es gab Zeitstrafen für Fouls, dann musste der Spieler der das Foul begangen hatte das Spielfeld für ein paar Minuten verlassen. Aber es gab auch „harte“ Regeln wie bei den internationalen Wettkämpfen, wie beispielsweise gelbe Karten fürs Trikot ausziehen. Gefragt hatte ich nicht, aber schätzungsweise dauerte eine Halbzeit 15 Minuten.

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Nach dem Abpfiff des letzten Spiels versammelten sich alle Teilnehmer, Trainer, Betreuer und Gäste im Torraum des großen Spielfeldes um die Siegerehrung abzuwarten zu der ein besonderer Gast eingeladen wurde. Einige von euch, kennen ihn sicher. Für alle die ihn nicht kennen. Der Ehrengast war Ratinho, ehemaliger Spieler des FCKs. Heute ist er Technischer Trainer der U10-U16 beim 1. FCK und ganz nebenbei kann man in seinem Lokal auch noch lecker Essen gehen.

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In seiner kurzen Ansprache beglückwünschte er alle Teilnehmer und ermutigte alle Spieler unbedingt weiter mit dem Sport („am liebsten Fußball“) zu machen. Er entschuldigte sich dafür, dass er dieses Mal nicht mitgespielt hätte, aber eine Knieverletzung hätte das nicht erlaubt. Für das nächste Mal hat er allerdings versprochen mit den Teilnehmern zu kicken. Auf diese Worte gab es lauten Applaus.

Danach folgte die Siegerehrung. Jeder Spieler bekam entweder eine Medaille oder eine Teilnahmeplakette mit Platzierungsnummer zum Umhängen und eine handsignierte Autogrammkarte von Ratinho.

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Goldmedaillengewinner

 Jede Mannschaft durfte ein Foto mit Ratinho machen und ganz zum Schluss gab es noch ein Foto mit allen teilnehmenden Mannschaften und dem ehemaligen FCK-Kicker. Die Mannschaftsfotos findet ihr ab 17. Juni bei flickr im Album „Special Olympics Landesspiele Rheinland-Pfalz 2013“

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Alle Teilnehmer

Die Special Olympics klangen mit einer Abschlussfeier aus, die ich leider nicht besuchen konnte. Der Tag war recht anstrengend für mich, so dass ich am Abend einfach nur froh war auf der Couch zu liegen.

Am Ende meines Berichts möchte ich mich bei Wilfried K. von der Pressestelle bedanken, der mir den Presseausweis und damit unvergessliche Eindrücke ermöglichte.

Und einen virtuellen Beifall richte ich an alle die diese Veranstaltung möglich gemacht haben. Ich war selbst schon Teil des Organisationsteams einer Großveranstaltung und weiß wie viele Menschen Hand in Hand arbeiten müssen, damit eine solche Veranstaltung realisiert werden kann.

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Ein Kommentar zu “Finaler Wettkampftag

  1. Pingback: Mein erstes Schrägband | Lumini

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