Made in Lautern – 8/2013 – Handytasche

Weil mein bisheriges Handy ständig Softwarefehler hatte, beschloss mein Schatz es muss ein Neues her. Wie das derzeit eben so ist, werden diese Smartphones immer größer und darum passte die bisherige Handyhülle natürlich nicht. Also nutzte ich den Feiertag gestern um spontan und völlig planlos eine Handytasche zu nähen.

Naja, ganz so planlos ging ich dann doch nicht vor. Ich hatte diverse Stoffe und brauchte eigentlich nur noch ein Schnittmuster. Im Netz habe ich mich eine Weile umgesehen, habe aber dann doch ein schlichtes Design selbst entworfen, was ja nun bei einer Handytasche nicht so kompliziert ist. Allerdings, hätte ich mehr Erfahrung bei der Näherei, wäre mir vielleicht das eine oder andere eingefallen bevor ich mit der Nähmaschine den Stoff fest zusammen genäht hatte.

Als Stoff hatte ich das Hosenbein einer Stretchjeans auserwählt. Die Jeans verlor ihre Beine letzten Sommer und seither lagen die beiden Röhren im DIY-Schrank und warteten auf ihren Einsatz. Nun ist zumindest ein Teil endlich verarbeitet.

Zunächst habe ich den Stoff von den Nähten befreit und anschließend das Handy in doppelter Länge plus einer Zugabe (um die Höhe des Handys zu berücksichtigen)  von etwa 1 cm aufgezeichnet. Die Breite des Handys habe ich genau abgezeichnet, damit das Handy später auch gut sitzt. Ist ja ein Stretchstoff, der sich gut dehnt. Als Anfängerin habe ich mir eine Nahtzugabe von etwa 1 cm genehmigt.

Nach dem Ausschneiden von Links zusammenstecken um dann die Hülle rechts und links zusammen nähen zu können. Doch das war gar nicht so einfach wie man es vielleicht annehmen würde.

Der Stoff war so fest, dass ich ihn eben nicht zusammenstecken konnte ohne, dass sich die Stecknadeln verbogen. Da muss ich unbedingt nachbessern und stabilere besorgen. Und so stand ich vor dem ersten Problem. In Erinnerung an den wenig geliebten Handarbeitsunterricht während meiner Schulzeit fiel mir ein, dass man die Stoffe ja auch zusammenreiht was ich dann auch gemacht habe und schon ging es voran.

Meine Mutter kann schon eine ganze Weile nicht mehr an der Nähmaschine nähen, weshalb sie mir ihre Nähmaschine zusammen mit ihrer Nähbox als Dauerleihgabe überlassen hat.  Bei der Durchsicht war mir gestern aufgefallen, dass es keine Jeansnadel gab, also nahm ich auf anraten meiner Mutter die stärkste Nadel die noch da war, was in dem Fall eine 100er Nadel war. Rechte Seite zusammen nähen, linke Seite zusammen nähen und schon war die Handytasche so gut wie fertig. Dachte ich. Zum Abschluss wollte ich eigentlich ein Schrägband, welches ich hätte heute noch kaufen  müssen, an die offene Seite nähen, damit das Täschchen einen kleinen Akzent bekommt und ich das Umnähen oben gespart hätte. Dann aber steckte ich das Handy in die Tasche und stellte fest, auch mit Schrägband würde die Tasche nicht ganz verschlossen sein und das Handy könnte heraus rutschen. Ich brauchte also einen Plan B. Der kam mir auch recht schnell in den Sinn, doch die Umsetzung war, dank des bereits zusammengenähten Stücks gar nicht mal so einfach.

Ich hatte noch von dem roten Pünktchenstoff übrige, aus dem ich neulich die Mutterpasshülle genäht habe. Mit diesem Stoff hatte ich dann ein Rechteck genäht welches ich dann an den oberen Rand einmal innen, und einmal außen der Handytasche annähte. Wohlgemerkt von Hand, weil das mit der Nähmaschine nun nicht mehr ging, da ja der Jeansstoff bereits fest vernäht war. Dadurch, dass ich den Stoff innen und außen angenäht habe, habe ich mir das Umnähen des Jeansstoffes gespart. Das wollte ich eigentlich mit dem Schrägband erreichen, aber so ging es ja auch.

Nun hat das Handy viel Platz. Zum Verschließen der Tasche wollte ich einen Klettverschluss einnähen. Da ich nur welche zum Kleben habe, dachte ich, ich könnte die vielleicht mit wenigen Stichen fest machen. Doch das Plastik war so fest, das ich mit der Nadel nicht vernünftig durch kam. Auf der Packung der Klettverschlüsse stand allerdings auch, dass der Kleber an Stoff halten würde, also klebte ich den Klettverschluss an. Beim dritten öffnen des Verschlusses löste sich dann allerdings eine Seite des Klettverschlusses ab, weshalb ich die andere Seite auch weg machte und anschließend einen Druckknopf einsetzte.

Na, wie findet ihr meine Handytasche?

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