Stadtgeschichten. Von Wildparkern und Handynutzern

Neulich war ich beim Arzt und habe unfreiwillig einem Gespräch zugehört, welches mich seit dem beschäftigt. Es wurde gar nicht viel gesagt. Nur hat sich eine der beiden Personen diebisch gefreut, weil draußen auf der Straße einem parkenden Auto ein Knöllchen verpasst wurde. Zurecht, wohlgemerkt, denn das Auto stand auf einem für Krankenfahrzeuge ausgewiesenen Parkplatz und das ist ja nun mal nicht in Ordnung.

Die selbe Person hat etwa eine halbe Minute später in der Praxis mit dem Handy telefoniert. Im Wartezimmer hing das uns sicherlich allen bekannte Schild

Verbotsschild für "Handy verboten" - © Bibliographisches Institut, Mannheim

Verbotsschild für „Handy verboten“ – © Bibliographisches Institut, Mannheim

Ich frage mich seit dem, was ist das wohl für ein Mensch, der sich einerseits so gehässig freut, weil jemand wegen eines Fehlers einen Strafzettel bekommt, aber sich selbst nicht an Regeln hält. Und ich finde die Frage stellt sich nicht ob es „was macht“ wenn man in einer Praxis telefoniert. Es ist vom Praxisinhaber nicht gestattet und Punkt.

Ehrlich, sind das die selben Leute, die sich über Nachbarn beschweren die um 13 Uhr noch die Waschmaschine im Schleudergang laufen haben, aber das Bettzeug am Fenster ausschütteln. Oder sind das mehr die, welche über Fußgänger schimpfen die bei Rot noch über eine Ampel huschen und selbst fahren sie dann bei tiefstem Dunnkelrot noch mit dem Auto drüber?

Ich weiß es nicht, aber seltsam finde ich das schon. 🙂

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